Ein neues Team, andere Abläufe und andere Ablagesysteme: Der erste Tag auf einer neuen Station kann sich anfühlen wie der erste Schultag. Egal, ob du frisch von der Ausbildung kommst, die Station gewechselt hast oder als MediCare Mitarbeiter/in startest, eine gewisse Unsicherheit ist normal. Damit du am ersten Tag nicht den Überblick verlierst und dich voll auf dein neues Umfeld konzentrieren kannst, haben wir eine kleine Checkliste für dich zusammengestellt.
1. Die Vorbereitung
Ein gelungener Start beginnt schon am Vortag. Je weniger du am Morgen nachdenken musst, desto entspannter kommst du an.
- Die Essentials: Liegt deine Dienstkleidung bereit (falls du sie selbst mitbringst)? Hast du deinen Namensklipp, einen gut schreibenden Kugelschreiber, ein Notizheft und eine kleine Stärkung eingepackt?
- Dokumente checken: Falls noch nicht erledigt: Denke an deine Gesundheitsberufe-Registrierung und eventuelle HR-Unterlagen.
- Webcheck: Es kann sehr überfordernd sein, sich beim ersten Rundgang alles zu merken. Auf der Website kannst du dir oft schon vorab einen Überblick über leitende Personen, Schwerpunkte und Infrastruktur verschaffen. Dann ist am ersten Tag nicht mehr alles komplett neu für dich.
- Der Arbeitsweg: Plane großzügig. Nichts ist stressiger, als am ersten Tag abgehetzt oder zu spät zur Übergabe zu erscheinen. Du musst erst herausfinden, wie die genauen Wege sind, wo der Parkplatz oder die Öffi-Station liegt. Nimm dir Zeit dafür.
2. Checkliste für den ersten Tag
Sobald du die Station betrittst, prasseln unzählige Infos auf dich ein. Atme tief durch und arbeite folgende Punkte ab:
Die Geografie der Station
- Wo ist der Notfallwagen / Defibrillator?
- Wo befinden sich der reine und der unreine Arbeitsraum?
- Wo ist das Medikamentendepot und wie ist es gesichert?
- Wo findest du die Patientendokumentation?
- Wo sind die Personalgarderoben und der Pausenraum?
Team & Kommunikation
- Stell dich persönlich bei der Stationsleitung und den Teammitgliedern vor.
- Kläre erste Details wie die ärztliche Visitenleitung und an welche/n Mitarbeiter/in du dich bei Fragen wenden kannst.
- Finde heraus, wo die internen Telefonlisten hängen und wie du Haustechniker oder das Labor erreichen kannst.
Technik & Bürokratie
- Logins aktivieren: Funktionieren deine Zugänge für das digitale Krankenhaussystem?
- Hast du deinen elektronischen Dienstschlüssel / deine Mitarbeiterkarte bekommen und funktioniert der Zugang zu den Schleusen?
3. Die Do’s & Don’ts für einen guten ersten Eindruck
Do’s:
- Fragen stellen: Es gibt keine dummen Fragen am ersten Tag. Wenn du nicht weißt, wo die Infusionsständer stehen oder wie die hauseigene Dekubitus-Prophylaxe-Richtlinie aussieht, frag nach. Das zeigt Professionalität, keinen Mangel an Kompetenz.
- Aktiv anbieten: Wenn du deine Aufgaben erledigt hast, frage deine Kolleginnen und Kollegen: „Wo kann ich dir gerade unter die Arme greifen?“
- Notizen machen: Notiere dir wichtige Informationen und Namen in einem kleinen Notizheft. Das spart später Nerven.
Don’ts:
- „Bei uns auf der alten Station haben wir das aber so gemacht…“: Auch wenn es stimmt, dieser Satz sorgt selten für Begeisterung. Schau dir erst an, wie die Abläufe hier funktionieren. Optimierungsvorschläge kannst du einbringen, wenn du angekommen bist.
- Die Pause überspringen: Pflege ist ein Marathon, kein Sprint. Nutze deine Pausen, um kurz abzuschalten und etwas zu trinken.
Dein Mindset für den Feierabend
Wenn der erste Tag vorbei ist, bedanke dich bei allen, die dir geholfen haben und bitte um Feedback, damit du weißt, was du gut gemacht hast und was du in den nächsten Tagen verbessern kannst. Keine Sorge, niemand wird erwarten, dass du am ersten Tag bereits alle Abläufe perfekt kennst. Die Frage nach Verbesserungsmöglichkeiten hinterlässt einen positiven Eindruck. Du zeigst, dass du motiviert bist und schnell lernen möchtest.