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Zeitfresser Morgenpflege: Wie Sie mit innovativen Hilfsmitteln wertvolle Minuten einsparen

Pfleger mit Uhr: Zeitfresser bei der Grundpflege optimieren

Der Frühdienst im Pflegeheim oder auf der Station ist oft ein Wettlauf gegen die Uhr. Die Grundpflege am Morgen bindet massiv Personalressourcen, während Frühstücksausgabe, Visiten und Dokumentation bereits warten. Wie können wir Abläufe beschleunigen, ohne die Qualität der Pflege zu mindern oder das Personal weiter zu belasten?

Die Antwort liegt nicht in noch strafferen Zeitplänen, sondern im gezielten Einsatz innovativer Hilfsmittel und Verbrauchsgüter. Wer bei der Beschaffung auf Ergonomie und Effizienz achtet, spart in der Summe täglich Stunden an Arbeitszeit.

 

Zeitfresser 1: Die traditionelle Körperpflege mit Waschschüssel

Das Waschen eines bettlägerigen Patienten mit Schüssel, Wasser, Seife und Handtüchern ist logistisch aufwendig. Wasser muss geholt und gewechselt werden, Handtücher müssen in die Wäscherei, und der Patient muss danach abgetrocknet und eingecremt werden. Das kostet pro Patient schnell 20 bis 60 Minuten. (Je nach Umfang und Mobilität des Patienten)

Die zeitsparende Innovation: Wasserfreie Körperpflege
Immer mehr Einrichtungen stellen auf feuchte Waschhandschuhe und Shampoo-Hauben um.

  • Der Vorteil: Die Handschuhe sind bereits mit einer reinigenden und pflegenden Lotion getränkt und können in der Mikrowelle angewärmt werden. Das Abtrocknen und nachträgliche Eincremen entfällt komplett.
  • Die Ersparnis: Bis zu 10 Minuten Zeitersparnis pro Patient. Zudem wird die Haut geschont und die Kreuzkontaminationsgefahr (im Vergleich zur Mehrweg-Waschschüssel) reduziert.

 

Zeitfresser 2: Umlagern und Transferieren

Den Patienten im Bett aufzurichten, in den Rollstuhl zu transferieren oder für die Pflege auf die Seite zu drehen, kostet nicht nur Zeit, sondern ist der Hauptgrund für rückenbedingte Krankenstände beim Pflegepersonal. Oft muss eine zweite Pflegekraft gesucht werden, was Wartezeiten und Unterbrechungen im Ablauf bedeutet.

Die zeitsparende Innovation: Moderne Transferhilfen

  • Gleitmatten und Rollboards: Sie reduzieren den Reibungswiderstand auf ein Minimum. Eine einzelne Pflegekraft kann den Patienten ohne großen Kraftaufwand im Bett höher positionieren oder auf die Seite drehen.
  • Aktive und passive Patientenlifter: Ein kompakter Aufstehlifter (Gurtlifter) ermöglicht einer einzelnen Pflegekraft den raschen und sicheren Transfer vom Bett auf den Toilettenstuhl.
  • Die Ersparnis: Kein Warten mehr auf Kollegen. Die Mobilisation erfolgt in einem Bruchteil der Zeit, und die physische Entlastung senkt langfristig die Ausfallquoten des Personals.

 

Zeitfresser 3: Aufwendiges Inkontinenz- und Hautmanagement

Minderwertiges Inkontinenzmaterial führt oft zu einem „Auslaufen“ während der Nacht. Die Folge im Frühdienst: Kompletter Wechsel der Bettwäsche, aufwendige Hautreinigung und Frustration bei Patient und Pflegekraft. Auch das Auftragen von Hautschutzcremes kostet Zeit.

Die zeitsparende Innovation: Premium-Absorber und 3-in-1 Pflegeprodukte
Hier gilt der Grundsatz: Wer am Verbrauchsmaterial spart, zahlt bei der Arbeitszeit drauf.

  • Intelligentes Inkontinenzmaterial: Hochwertige Slips oder Pants mit starker Saugleistung, Auslaufbarrieren und verlässlichem Nässeindikator verhindern, dass Betten unnötig oft frisch bezogen werden müssen. Der Indikator zeigt auf einen Blick, ob ein Wechsel nötig ist.
  • 3-in-1 Hautschutzcremes: Moderne Pflegeprodukte reinigen, pflegen und bilden eine Barriere in nur einem Arbeitsschritt.
  • Die Ersparnis: Weniger Bettwäschewechsel, reduziertes Wäscheaufkommen und deutlich schnellere Intimpflege.

 

Zeitfresser 4: Unnötige Laufwege

Pflegerinnen und Pfleger legen pro Schicht kilometerlange Strecken zurück. Ein vergessener Verband, eine fehlende Creme oder eine leere Desinfektionsmittelflasche bedeuten den Gang zurück ins Stationszimmer oder Lager.

Die zeitsparende Innovation: Modulare Pflegewägen
Ein professionell organisierter und bestückter Pflegewagen ist eine kleine rollende Station.

  • Durch modulare Schubladensysteme, integrierte Abwurfbehälter (für Wäsche und Müll) sowie Halterungen für Desinfektionsmittel hat die Pflegekraft alles griffbereit.
  • Tipp für die PDL: Standardisieren Sie die Bestückung der Wagen für den Frühdienst. So ist garantiert, dass das Personal für 90 % der morgendlichen Handgriffe den Raum nicht verlassen muss.

 

Höhere Materialqualität rechnet sich durch eingesparte Arbeitszeit

Wenn Pflegeeinrichtungen den ROI (Return on Investment) von Pflegematerialien berechnen, darf nicht nur der Stückpreis betrachtet werden. Die Personalkosten sind der mit Abstand größte Budgetposten jeder Einrichtung in Österreich. Ein Waschhandschuh oder ein Premium-Inkontinenzslip mag im Einkauf einige Cent mehr kosten, wenn er dem Personal aber 10 Minuten Arbeitszeit und einen Bettwäschewechsel erspart, ist er trotzdem wirtschaftlich.

Weniger Zeitdruck bei der Grundpflege bedeutet zudem: Das Personal hat wieder mehr Zeit für das Wesentliche, die Zuwendung zum Menschen.

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